Saint-Aubin
Eine diskrete Appellation in der Côte de Beaune, die sowohl Rot- als auch Weißweine produziert. Saint-Aubin liegt versteckt in einem Tal hinter den berühmten Dörfern Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet, mit denen der Boden viele Ähnlichkeiten aufweist. Lange Zeit stand Saint-Aubin weniger im Rampenlicht, aber in den letzten Jahrzehnten haben die Weine hier an Prestige gewonnen, insbesondere die Weißweine.
Ein weißer Saint-Aubin gilt als eine hervorragende Alternative zu einem Puligny oder Chassagne. Diese Weine sind blass und hell, mit Aromen von weißen Blumen, Zitrusfrüchten, Mandeln und oft einer ausgeprägten Mineralität. Wenn sie jung sind, sind sie frisch und lebendig mit straffen Säuren, aber mit der Alterung werden sie runder, länger und tiefer.
Die Weinberge liegen in einer Höhe von 300-400 Metern, oft an nach Süden oder Südosten ausgerichteten Hängen. Die kalkhaltigen Böden, die manchmal mit Mergel oder Kies vermischt sind, bringen Weine mit Spannung und Finesse hervor. Das relativ kühle Mikroklima trägt zu den frischen Säuren und der ausgeprägten Mineralität bei, die für diese Appellation charakteristisch sind.
In Saint-Aubin gibt es mehr als 20 Premier Cru, darunter so bekannte Namen wie „En Remilly“ und „Les Murgers des Dents de Chien“. Insgesamt umfasst die Appellation über 160 Hektar Weinberge, von denen etwa drei Viertel mit Weißweinen bepflanzt sind. Saint-Aubin erhielt seinen AOC-Status im Jahr 1937.
